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Special Effects – #1

Adobe After Effects ist ein geniales Programm. Ich beschäftige mich jetzt seit rund sechs Jahren damit. Nach dieser Zeit habe ich es geschafft, so tief einzudringen, daß ich Animationen und Spezialeffekte in meine Projekte mit einfließen lassen kann.

Das Spannende an den Möglichkeiten, die AE (After Effects) bietet, ist für mich die Erweiterung von real gefilmten Aufnahmen durch das Hinzufügen von grafischen Elementen. Das beginnt bei einfachen Schrifteinblendungen und geht hin bis zu 3D-animierten Hologrammen.

Für die Landingpage meiner neuen Hompage habe ich zwei Clips exemplarisch ausgearbeitet, um zu zeigen, welche Techniken ich in meinen Projekten, neben dem klassischen Ausdrucksfomen des Filmens, auch einbringen kann.

In diesem Post möchte ich ganz grob erklären, wie die folgenden Bilder zu stande kamen.

Der erste Clip zeigt einen mechanischen Ablauf:

Im realen Leben handelt es sich dabei um das Innere einer sogenannten Wiege-Station, die Partikel aus einer Schadstoffmessung wiegt.

In diese Bewegung habe ich einige Grafen und Mess-Anzeigen eingefügt, die – zugegeben – reine Fantasie sind und rein gar nichts bedeuten.

Um in AE zu diesem Endergebnis zu kommen:

screenshot-waage-ae

muß man eine Reihe von Schritten gehen.

Zunächst ist da die Farbkorrektur die das Bild schon einmal stark verändert:

waage-cc-split
Ich habe die Farbe vor allem deshalb so stark verändert, weil ich im Video meiner Landingpage diese starken Blau-Töne haben wollte. Zum einen verstärken sie den blaugrünen Schein, der um allen Grafiken liegt, zum anderen wollte ich auf der Landingpage meinen neuen Schriftzug transparent über den Film legen. Und bei dunkleren Bilder ist mein Schrfiftzug einfach besser zu lesen.

Im nächsten Schritt werden die Bewegungen der Maschine „getracked“. Das bedeutet, der Rechner verfolgt einen Punkt (den Track-Point) in der Bewegung des Bildes und legt damit quasi die zukünftige Bewegungskurve der Grafik fest:

trackpoints

Da der sich bewegende Teil der Maschine immer wieder teilweise aus dem Bild verschwindet, gab es keinen kontrastreichen Punkt der durchgängig zu sehen war. Daher mußte ich die Bewegung meiner Grafiken aus mehreren Track-Points zusammensetzen.

Aber weil die Einstellung statisch ist, d.h. die Kamera sich nicht bewegt, konnte ich die Grafik relativ leicht als 3D-Objekt in das Bild integrieren. Dafür mußte ich nur eine virtuelle Kamera in das Projekt einfügen, die genau die selben Eigenschaften hatte wie die Kamera mit der ich die Bilder aufgenommen habe – also Sensorgröße und Brennweite – und schon verhielten sich die Grafiken so, als wären sie Teil der Aufnahmen. (Natürlich sollte man sich, wenn man so etwas vor hat, die Brennweite während der Aufnahme notieren, sonst hat man in Post ein echtes Problem!)

Die Grafiken wurden separat gestaltet und animiert.

ausrufezeichen

Dann wurden sie an die realen Objekte angepaßt

3d

Schließlich werden dann die Bewegungsdaten vom Tracking auf die Objekte übertragen und die Grafiken bewegen sich mit den realen Objekten, als würden sie wirklich dort fixiert sein.

Hier noch ein kurzer Clip, der den gesamten Prozeß noch einmal veranschaulicht:

 

 

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